Wie lange ein Anstrich auf Holzfenstern hält
Holz außen braucht häufiger neue Farbe als Putz. Für Anstriche auf Holz im Außenbereich nennt die Tabelle des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Mittel 12 Jahre, für Holzlacke wie für Holzlasuren. Das Bundesinstitut ist eine Forschungseinrichtung des Bundes, und seine Werte sind Mittelwerte für die Planung, keine Garantie.
Im September 2025 hat das Institut die Werte deutlich angehoben. Holzlasuren standen vorher bei 4 Jahren und Holzlacke bei 8 Jahren, beide jetzt bei 12 Jahren. Holzöle und Wachse kamen von 2 auf 4 Jahre. Das Holz selbst hält viel länger, Fenster aus behandeltem Nadelholz kommen in der Tabelle auf mindestens 50 Jahre.
| Anstrich auf Holz außen | Bisher | Seit 2025 |
|---|---|---|
| Holzlack | 8 Jahre | 12 Jahre |
| Holzlasur | 4 Jahre | 12 Jahre |
| Holzöl oder Wachs | 2 Jahre | 4 Jahre |
Lasur oder Deckfarbe für Holzfenster
Eine Lasur ist ein durchscheinender Anstrich. Die Maserung des Holzes bleibt sichtbar, die Farbe tönt es nur. Für Fenster und Haustüren nimmt der Maler eine Dickschichtlasur, die einen geschlossenen, seidenglänzenden Film bildet. Eine Deckfarbe deckt das Holz dagegen ganz ab, wie ein Lack, und schützt es gut vor Sonnenlicht.
Bei der Lasur zählt der Farbton. Farblose und schwach getönte Lasuren können das Holz nicht davor schützen, im Licht zu vergilben, und ungeschütztes Holz vergraut mit der Zeit. Ein Hersteller empfiehlt außen deshalb nur mittlere bis dunkle Töne, ein anderer schreibt, dunklere Lasurtöne seien wetterbeständiger als helle.
Soll die Maserung des Holzes sichtbar bleiben?
Ist ein mittlerer bis dunkler Farbton für Sie in Ordnung?
Eine Dickschichtlasur passt. Lassen Sie sie regelmäßig prüfen und Schäden gleich ausbessern.
Eine helle oder farblose Lasur schützt das Holz außen kaum vor Sonnenlicht. Wählen Sie besser eine Deckfarbe in Ihrem Wunschton.
Eine Deckfarbe passt. Sie deckt das Holz ganz ab und kann auch auf eine feste alte Lasur gestrichen werden.
Der Wechsel geht nur in eine Richtung leicht. Eine alte Lasur lässt sich deckend überstreichen, das nennen Hersteller deckender Holzfarben ausdrücklich als Einsatz. Soll auf eine Deckfarbe wieder eine Lasur, muss der alte Lackfilm vorher restlos herunter.
Fenster, Haustür und Holzfassade brauchen verschiedene Anstriche
Maler teilen Holz außen danach ein, wie stark es sich bewegen darf. Fenster, Außentüren und Fensterläden müssen ihre Form genau halten, damit sie dicht schließen. Fachleute nennen sie maßhaltig. Bretter mit Nut und Feder, Fachwerk und Dachuntersichten gelten als begrenzt maßhaltig, offene Schalungen, Schindeln und Zäune als nicht maßhaltig.
Für Fenster und Türen nimmt der Maler Produkte, die ausdrücklich für maßhaltige Bauteile gedacht sind, etwa eine Dickschichtlasur oder eine deckende Fensterfarbe. Manche Wetterschutzfarben für Holzfassaden und Zäune sind dagegen nur für begrenzt und nicht maßhaltiges Holz vorgesehen. Welche Bauteile ein Produkt verträgt, steht in seinem technischen Merkblatt.
Wichtig ist auch die Holzfeuchte. Bei Fenstern und Türen darf das Holz in 5 Millimetern Tiefe höchstens 13 Prozent Feuchte haben, mit 2 Prozent Spielraum nach oben oder unten. Bei Fassadenbrettern und Zäunen sind 18 Prozent erlaubt. Nasses Holz streicht ein guter Maler nicht.
So streicht der Maler Holzfenster richtig
- Er prüft Holz und Anstrich auf Risse, offene Ecken, Abwitterung und schadhaften Dichtstoff an der Scheibe.
- Er wäscht einen intakten alten Anstrich ab und schleift vergraute Stellen bis auf das gesunde Holz zurück.
- Er misst die Holzfeuchte, bevor er streicht.
- Rohe Stellen bekommen eine Grundierung, und zwischen den Anstrichen schleift er leicht an.
- Dann folgen Zwischen- und Schlussanstrich. Die Innenseite prüft er mit und streicht sie bei Bedarf im selben System.
- Offene Fugen an den Ecken des Rahmens und schadhafte Dichtungen an der Scheibe dichtet er neu ab.
Auch das Wetter zählt. Eine Fensterlasur darf laut ihrem Merkblatt nicht unter 5 Grad verarbeitet werden, eine andere nur zwischen 10 und 35 Grad und bei höchstens 75 Prozent Luftfeuchte. Überstreichbar sind solche Lasuren nach etwa 16 bis 24 Stunden.
Fenster und Türen in einfacher Bauart aus- und wieder einzuhängen, gehört nach den Kalkulationsregeln der Malerbetriebe zum Auftrag und wird nicht extra berechnet.
Schäden am Fensteranstrich gleich ausbessern lassen
Ein Anstrich auf Holz geht meist zuerst an einzelnen Stellen kaputt. Ein Fensterhersteller schreibt deshalb vor, die Oberfläche zweimal im Jahr auf Risse, Dellen und Blasen zu prüfen. Offene Stellen nach Hagelschlag sollen sofort zweimal überstrichen und offene Fugen an den Rahmenecken sofort abgedichtet werden.
Wer kleine Schäden gleich ausbessern lässt, spart sich oft das Abschleifen bis aufs Holz. Ist der Anstrich intakt, reichen laut dem Merkblatt einer Fensterlasur Abwaschen, Grundieren roher Stellen und ein neuer Zwischen- und Schlussanstrich. Ist er kaputt, muss er vollständig herunter, und das verwitterte Holz wird bis auf gesundes Holz abgeschliffen.
Was das Streichen der Holzfenster kostet
Einen festen Preis je Fenster gibt es nicht. Ein Malerbetrieb rechnet mit seinem Stundensatz, nach der Musterrechnung seines Bundesverbands 43,57 bis 81,84 Euro ohne Mehrwertsteuer. Wie viele Stunden ein Fenster braucht, hängt von Größe, Sprossen und Zustand ab und davon, ob nur außen oder auch innen gestrichen wird.
Für Fensterläden rechnen Malerbetriebe laut ihren Kalkulationstabellen Zuschläge. Bei Läden mit Nut und Feder sind es 20 bis 100 Prozent, bei Läden mit Rahmen und Füllung oder Lamellen 40 bis 100 Prozent. Für eine Stülpschalung an der Fassade sind es 10 bis 30 Prozent. Die Farbe ist der kleinere Posten, eine deckende Holzfarbe reicht laut Merkblatt für etwa 10 Quadratmeter je Liter und Anstrich.
Für Fenster am selbst bewohnten Haus zieht das Finanzamt 20 Prozent der Arbeitskosten von der Steuer ab, höchstens 1.200 Euro im Jahr. Sie brauchen eine Rechnung und müssen überweisen. Wie Sie einen Malerbetrieb prüfen, bevor er Fenster und Fassade streicht, steht im Überblick Fassade streichen lassen.
Häufige Fragen
Wie oft müssen Holzfenster gestrichen werden?
Holzfenster brauchen außen im Mittel etwa alle 12 Jahre einen neuen Anstrich, so die Tabelle des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung für Holzlacke und Holzlasuren außen. Prüfen Sie den Anstrich trotzdem regelmäßig, spätestens alle 2 bis 3 Jahre. Kleine Schäden lassen Sie sofort ausbessern, sonst muss später der ganze Anstrich herunter.
Hält Lasur oder Lack auf Holzfenstern länger?
Lasur und Lack halten auf Holz außen im Mittel gleich lange, nach der Tabelle des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung je 12 Jahre. Eine Lasur hält in mittleren bis dunklen Tönen besser als in hellen. Deckfarbe deckt das Holz ganz ab und schützt es gut vor Sonnenlicht.
Kann man Holzfenster mit Lasur deckend überstreichen?
Ja, eine feste alte Lasur auf Holzfenstern kann deckend überstrichen werden. Hersteller deckender Holzfarben nennen die deckende Renovierung alter Lasuren ausdrücklich als Einsatz. Umgekehrt muss ein alter Lackfilm restlos herunter, bevor wieder eine Lasur darauf kommt.
Bei welcher Temperatur darf man Holzfenster streichen?
Holzfenster dürfen laut dem Merkblatt einer Fensterlasur ab 5 Grad gestrichen werden, eine andere Lasur verlangt 10 bis 35 Grad und höchstens 75 Prozent Luftfeuchte. Das Holz muss außerdem trocken sein. Bei Fenstern darf es in 5 Millimetern Tiefe höchstens etwa 13 Prozent Feuchte haben.
Gehört das Aus- und Einhängen der Fenster zum Malerauftrag?
Ja, Fenster und Türen in einfacher Bauart aus- und wieder einzuhängen, gehört nach den Kalkulationsregeln der Malerbetriebe zum Auftrag. Es wird deshalb nicht extra berechnet. Bei schweren oder aufwendigen Fenstern kann das anders sein, fragen Sie vor dem Auftrag nach.
